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Legende und Geschichte
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Maneki Neko ist ein Glücksbringer der
Wohlstand bringen oder Besucher anziehen soll.
Auch in unserem kleinen Geschäft finden Sie dieses Maskottchen,
sogar mehrfach. Ob linke oder rechte Pfote die
"richtige" Darstellung ist, darüber scheint es so viele
Meinungen zu geben, wie es Japaner gibt. Zuweilen sieht man Nekos die
gleich beide Pfoten erheben oder mit anderen Glücksbringer dargestellt
werden. |
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Natürlich gibt es auch eine Legende: Im 17.
Jahrhundert gab es in Setagaya in der Nähe von Tokyo einen heruntergekommenen, armen Tempel in dem ein Priester mit seiner Katze "Tama"
sehr ärmlich lebte. Eines Tages wurde der wohlhabende Fürst Naotaka Ii
aus Hikone in der Nähe des Tempels durch ein gewaltiges Unwetter
unter einem Baum festgehalten. Da sah er die Katze in der Eingangstür
des Tempels, die ihre Pfote in der typischen japanischen Winkweise ihm
entgegenstreckte. Der Fürst folgte dieser
Einladung. Zu seinem Glück, denn in dem Moment als er die Eingangstür
erreichte, schlug ein mächtiger Blitz an der Stelle ein, an der er zuvor
stand. Von diesem Tag an wurden Fürst Naotaka Ii und der Mönch Freunde. Der
Tempel wurde von dem Fürsten zur Familienweihstätte "Goutokuji"
erklärt und somit ein sehr wohlhabendes Haus. Seit dieser Zeit ist diese winkende Katze das
Symbol für Reichtum und Glück. So soll eine "Maneki Neko" in Geschäften,
Zuhause oder als Anhänger getragen, Besucher anziehen und den Wohlstand
bringen.
So weit die eine Legende...
Eine Variante findet sich auf Claudia
Zimmats Katzen Salon |
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Der Hintergrund liegt
vermutlich wo anders...
Es fällt auf, dass die Figur des Maneki Neko erst ab ca.1870
nachgewiesen ist, also in der Meiji Periode. Ein Versuch der Erklärung,
gefunden auf der Seite des Maneki
Neko Club:
Dort wird vermutet, dass die Erscheinung des Maneki
Neko auf westliche Einflüsse christlicher Prägung zurück zu
führen ist. In der Edo-Periode, der Samurai-Zeit, entstanden Yuukaku
Viertel. Dort waren "Zerstreuungshäuser" für Männer zu
finden, mit "Hostessen" oder Prostituierten. Jedes dieser
Häuser besaß ein Glücksbringer-Altar auf dem Phalli in allen Größen
und Formen zu sehen waren. Dies war im alten Japan etwas
selbstverständliches, wurden diese künstliche männliche Glieder doch
seit alters her als Glücksbringer und Garanten für ein gute Ernte
angesehen.
Als nun unter der Meiji-Regierung die "Verwestlichung"
Japans forciert wurde, änderte sich, unter dem Einfluss christlicher
Werten, auch die öffentliche Moral. Die Zurschaustellung und
Herstellung der künstlichen männlichen Glieder wurde unter Strafe
gestellt.
Auf den Hausaltären der "Yuukaku-Häuser"
sah man fortan Maneki Neko. In der einladenden Geste der
"Katze" konnte man einen Bezug zu dem Beruf der Damen der
Häuser sehen. Bald machten es Gasthäuser nach und es dauerte nicht
lange und Maneki Neko breitete sich über ganz Japan aus. Es ist nicht
sicher, ob die Figur bereits bestand, oder zu dem Zweck erfunden wurde,
ganz sicher aber ist der Siegeszug des Maneki Neko auf die restriktiven
Gesetzen der Meiji-Periode zurück zu führen.
Also, mir gefiel die Legende besser...
Hier ein Link zu einem
Neko Massentreffen:
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Moderne Maneki-Werbung |
Von einem Besucher unserer Seite, Herrn C. H. aus J.,
erhielt ich ein paar zusätzliche Informationen:
<<Dass die Katzenfiguren relativ spät in Japan auftauchen, hat
auch den Grund, das die Katze relativ spät nach Japan gekommen ist (als
Haustier), um 1000 herum, heißt es. Und sie war lange Zeit ein Tier,
das für den Reichtum seiner Besitzer stand, es gab sie zunächst nur
beim Adel. Katze bedeutete außerdem: Schutz der Vorräte vor Parasiten
(also für Wohlstand).....Übrigens soll es für die armen Japaner, als
die Katzen noch knapp waren, üblich gewesen sein, Katzenfiguren zur
Abschreckung von Mäusen vor der Tür aufzustellen....>>
Laut Herrn H. könnte die ursprüngliche Sage sehr wohl aus China
stammen.
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